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Warum dein (innerer) Kompass wichtig ist

Aktualisiert: 16. Mai 2022



Der Kompass begleitet mich als Symbol spätestens seit 2015. In dem Jahr habe ich mir einen Pfeil mit einer Windrose in der Mitte auf den linken Oberarm tätowieren lassen.

Ich habe dir ja schon erzählt. wie ich das erste Mal ganz bewußt den inneren Kompass wahrgenommen hatte.




Heute will ich dir erzählen, warum der Kompass nicht nur eine schöne Metapher sondern wirklich essentiell ist.

Um das ganze ein bisschen lebhafter zu gestalten, erzähle ich dir eine kleine Geschichte:


Es war einmal ein kleines Einhorn, das das Segeln liebte. Und an einem schönen Sommertag geht es mal wieder segeln.

Plötzlich zieht ein heftiger Sturm auf und unser Einhorn treibt immer weiter aufs offenen Meer. Es merkt. dass es nicht gegen den Sturm ankommt. also beschließt es zu warten, bis der Sturm vorbei ist. Es holt die Segel ein, wirft den Anker und zieht sich in die Kajüte zurück.

Als der Sturm vorbei ist, überprüft es das Boot und alles scheint heil zu sein. Es freut sich, weil es ja einfach zurück segeln kann.

Es schaut sich um, zu allen Richtungen und muss feststellen, dass es nichts als Wasser sieht. Kein Hafen, kein Land, weit und breit nur Wasser.

Da unser Einhorn weder ein Navigationssystem, noch eine Karte oder einen Kompass hat. bekommt es Angst und fängt an zu weinen.

Und als es dann so weinend auf seinem Boot sitzt, erscheint ihm plötzlich eine gute Fee.

"Warum weinst du?" fragt sie.

"Ich weiß nicht wo ich bin" antwortet das Einhorn.

Die Fee lächelt "das ist nicht schwer, hier: du bist bei 15,3 Grad Nord, und 70,2 Grad West." und mit viel Glitzer verschwindet sie wieder.

Einen kurzen Moment freut sich das Einhorn, bis es wieder anfängt zu weinen.

Die Fee kommt zurück: "Was ist denn noch?"

Das Einhorn schluchzt: "Ich weiß zwar wo ich bin, aber ich weiß gar nicht wo ich hin will!"

"Du willst nach Arbuba." lächelt die Fee und will wieder verschwinden.

"Halt!" sagt das Einhorn "ich weiß den Weg nicht nach Aruba"

Die Fee nickt, schwingt ihren Zauberstab und plötzlich fällt eine Rolle vom Himmel.

Das Einhorn rollt sie auseinander. Es ist eine Seekarte und wie von Zauberhand leuchtet dort wo Aruba ist eine roter Punkt. Etwas weiter entfernt leuchtet ein grüner Punkt, das muss der Ort sein, wo sich das Einhorn grad befinden. Beide Punkte verbindet eine helle blaue Linie.

Das Einhorn strahlt. "Danke liebe Fee" und hißt die Segel, holt den Anker ein und schaut in alle Richtungen.

Und: fängt wieder an zu weinen,

Es sieht nichts als Wasser.


Das Einhorn weiß nun also wo es ist, es weiß ganz genau wo es hinwill und es kennt den Weg und kann sich sogar alternative Routen anschauen. Aber es weiß nicht, in welche Richtung es loslegen soll.


Das Einhorn sollte seine Zielrichtung kennen, es muss wissen wonach es sich ausrichten muss.

Denn auch wenn wir die ganze Reiseroute im Kopf haben, wir kennen den Punkt wo wir starten, und wir kennen den Zielpunkt. Und trotzdem kommen wir ohne Richtung nicht an. Das ist besonders nach einem Sturm wichtig, wenn alle Bezugspunkte ausser Sicht sind,


In erster Linie geht es also darum die Richtung zu kennen. Du brauchst im Zweifel auch nicht wissen, wo du genau ankommen willst oder wie weit du noch entfernt bist davon. Auch nicht wie du zurück kommst.

Ein Kurs, ein Pfeil zeigt die die Richtung, wie die Nadel eines Kompasses, die stets unbeirrt nach Norden zeigt, egal wo du dich auf der Welt befindest.

Wer die Richtung kennt, ist nie verloren, auch wenn kein sicherer Hafen in Sicht ist.


Darum der Kompass.

Du kannst ein Ziel haben aber auch nicht.

Spüre deinen eigenen Kompass, damit du die für dich richtige Richtung ansteuerst. Denn manchmal ist das gar nicht so leicht.

Unser Umfeld, unsere Familien und Freunde, unsere Gewohnheiten und Glaubenssätze wirken wie ein Magnet neben einem Kompass - sie bringen ihn vom Kurs ab.

Daher ist Coaching so wertvoll.

Wir zerstören nicht die Magneten um deinen Kompass oder schmeissen sie über Bord, wir errichten nur einen Schutz vor irreführenden Einflüssen. Und du kannst ganz in Ruhe auf deinen Kompass hören.


Hast du schon mal das Gefühl gehabt, dass du auf deinen inneren Kompass hören solltest?

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